Persönlichkeit

Voriger
Nächster
Ausstellungsansichten, Sweet Lies. Fiktionen der Zugehörigkeit, Ludwig Forum Aachen  © Fotos: Simon Vogel

Authentizität ist das Wort der Stunde. Das Ideal der Identität von innerer Verfasstheit und äußerer Wirkung gilt als Ausdruck wahrhaftiger Individualität. Doch wie sehr sind wir Produkt unserer selbst? Die Themen Gender, Kultur, Tod, Sprache und Herkunft machen deutlich, dass wir erheblichen Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt sind. Sie können besonders wirkmächtig sein oder uns nur indirekt beeinflussen, aber diese Faktoren gestalten die Konstitution unseres Selbst mit. 

Identitäten sind weder statisch festgeschrieben noch sind sie immer frei wählbar. Aus diesem paradox wirkenden Umstand ergibt sich ein Spannungsfeld zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung, zwischen Akzeptanz und Diskriminierung, denen jeder Mensch auf die eine oder andere Weise im Laufe des Lebens ausgesetzt ist. Identitäten können ebenso einengend wie befreiend wirken – sie lassen sich aber nicht abschließend definieren. Wir können durch den Austausch mit anderen lernen, unsere Selbst- wie auch Fremdbilder zu hinterfragen und neu zu entwerfen.

Robert Rauschenberg

Visual Autobiography, 1968

Morgaine Schäfer

magnify BWS 2078 (exiting or entering) Part 2 / magnify BWS 1049 (woman thinking while walking), 2020 // Diakonisse, Henrietten Stift Hannover-Serie, 2021

Siggi Sekira

April's News / Nine Little Murmurs, 2019 // Away from Countless Blessings-Series, 2020–2021 // Not a Soul in My Shelter, 2019 // Not a Soul in My Shelter Pt. 2, 2020

Vadim Zakharov

Колодец, 1982–1986